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Intelligente Druckregelventile fürs Trinkwassernetz

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Autor: Kathrin Mundt

Intelligente Druckregelventile fürs Trinkwassernetz
Das Druckregelventil NeoFlow von GF Piping Systems

Druckmanagement ist einer der zentralen Bausteine für eine funktionierende Wasserversorgung. Denn durch Überdruck können Rohrbrüche und Leckagen und damit vermeidbare Wasserverluste entstehen. Druckregelventile sind daher für Versorger ein unerlässliches Mittel, um den Menschen in ihrer Region eine sichere und zuverlässige Versorgung zu garantieren. Das gilt insbesondere für moderne Druckregelventile aus Kunststoff, die mit geringem Gewicht, niedrigen Wartungsanforderungen und intelligenten Schnittstellen punkten können, wie das Schweizer Unternehmen GF Piping Systems zeigt.

Leicht, vielseitig, wartungsarm und vernetzt

Auf dem Papier haben Druckregelventile eine simple Aufgabe: Sie sollen mit präzisem Druckmanagement das Wassernetz vollständig ausgleichen. Dennoch können diese Bauteile Versorgern Kopfschmerzen bereiten. Zum einen, da sie oft durch ihre mechanische Konstruktion komplex sind und zum anderen, weil sie oft aus Metall gefertigt sind. Verschleiß und Korrosion bedeuten kurze Wartungsintervalle und damit mehr Aufwand und höhere Kosten für den Betreiber. Druckregelventile der neuesten Generation können diese Nachteile jedoch negieren.

Die Vorteile beginnen bereits beim Material: Polymere sind deutlich leichter als bisher verwendete Metalle, so dass Handling, Installation und Wartung erheblich vereinfacht werden. Außerdem sorgen die Materialeigenschaften dafür, dass die Bauteile korrosionsfrei und damit deutlich langlebiger sind. Gleichzeitig verzichten moderne Druckregelventile auf die komplexe Bauweise vieler älterer Modelle: Durch einen axialen Durchfluss sind keine fehleranfälligen Antriebsstangen oder Membranen nötig. Stattdessen ermöglicht eine axiale Bauweise den präzisen Durchfluss zwischen 1 % und 100 % Öffnung, selbst bei einem niedrigen Betriebsdifferenzdruck. Vor allem aber sind moderne Druckregelventile intelligent. Mit Hilfe eines integrierten Vorsteuerventils in Verbindung mit Sensoren können Versorger Faktoren wie den Durchfluss oder die Wasserqualität ganz einfach überwachen.

Die Wasserwerke Birkenfeld setzen das NeoFlow-Druckregelventil ein. Bilder: GF Piping Systems

Birkenfeld setzt auf NeoFlow

Für Christian Ruppenthal von den Wasserwerken Birkenfeld beginnt der Wasserkreislauf für die 7.000 Einwohner der Region in einem Quellgebiet. Die Quelle wird gefasst, das Wasser wird in einem Vorlagebehälter gelagert und schließlich in einen Hochbehälter gepumpt. Dort wird es gefiltert, desinfiziert und vorgehalten. Dabei gibt es jedoch eine besondere Herausforderung für das Druckmanagement: In der Nähe gibt es ein Mineralwasserwerk, das über eine Einspeiseleitung versorgt wird. Das führt zu großen Entnahmemengen und sehr unterschiedlichen Lastspitzen, mit denen die Experten von den Wasserwerken umgehen müssen. „Wir bekommen aus dem Hochbehälter zu viel Druck für das Industriegebiet, deshalb muss der Druck von 10 bar auf 5 bar reduziert werden“, fügt Ruppenthal hinzu.
Auf der Suche nach einer geeigneten technischen Lösung werden die Wasserwerke Birkenfeld auf das NeoFlow Druckregelventil aufmerksam. Nach einigen erfolgreichen Testläufen, die die Vorteile in der Praxis belegen, fällt die Entscheidung, die Anlage für die Hochbehälter komplett mit NeoFlow auszustatten. Das Team rund um Christian Ruppenthal ist zunächst vor allem von den kompakten Maßen und dem geringen Gewicht überzeugt. „Aufgrund des axialen Durchflusses und der Verwendung von Leichtbaupolymeren bringt NeoFlow einen Bruchteil des Gewichts von anderen Herstellern auf die Waage. Man kann es alleine einbauen und warten, was für die körperliche Belastung meiner Kollegen eine enorme Erleichterung ist“, berichtet er nach der Installation. Aber auch die Funktionsweise der neu eingebauten Ventile kann überzeugen, denn das Mineralwasserwerk bekommt nun eine konstante Wasserversorgung bei gleichbleibendem Druck. „NeoFlow spielt bei uns eine zentrale Rolle, da wir den Druck im Leitungssystem so hoch wie nötig und so gering wie möglich halten können“, fasst Ruppenthal zusammen.

Einfachheit und Design überzeugen italienischen Wasserversorger

IRETI beliefert als Versorgungsunternehmen über 2,5 Mio. Kunden in beinahe 300 Gemeinden im Nordwesten Italiens mit Trinkwasser. Das Versorgungsnetz von IRETI entspricht etwa 20.000 km. Die Wasserverluste in Italien betragen im Durchschnitt 37 %. Auch IRETI ist mit den Herausforderungen von Wasserverlusten sowie der damit in Zusammenhang stehenden Instandhaltung und Anlagenlebensdauer konfrontiert. Im Rahmen seines Engagements, die Leistungsfähigkeit seiner Wassernetze kontinuierlich zu verbessern, ist IRETI permanent auf der Suche nach zuverlässigen Produkten. Im Vergleich mit anderen Druckregelventilen konnte NeoFlow den italienischen Versorger überzeugen – IRETI lobte besonders die Einfachheit und das innovative Design. Gemeinsame Tests in einem zertifizierten Labor bestätigen die vielseitigen Produkteigenschaften, wie z. B. einen genaueren und äußerst stabilen Durchfluss (bis auf Null), selbst bei einem geringen Betriebsdifferenzdruck.
Durch den effektiven Einsatz von NeoFlow im Druckmanagements kann die Zahl der Rohrleitungsbrüche in den Wassernetzen von IRETI um mehr als 60 % gesenkt werden, wodurch gleichzeitig die Wasserleckagen reduziert werden. Dadurch wird die Lebensdauer des Rohrleitungssystems erhöht, der Wartungsaufwand sowie Betriebsunterbrechungen reduziert und Kosteneinsparungen erzielt. Zudem kann das Wasserversorgungsunternehmen infolgedessen sein aktives Leckerkennungsprogramm unter Verwendung der frei gewordenen Ressourcen ausbauen. Die Druckregelsysteme reduzieren den Bedarf an gepumptem Wasser, was zu einer Energieeinsparung von 30 t Erdöl führt. Die erhöhte Druckstabilität von NeoFlow garantiert jetzt eine gleichmäßige und zuverlässige Wasserversorgung mit dem zusätzlichen Vorteil einer geringeren mechanischen Belastung aufgrund von Druckschwankungen.

Kompakt, intelligent und wartungsarm

Das Druckventil NeoFlow ist ein wichtiger Baustein in einer weiterentwickelten Druckmanagementtechnologie von GF Piping Systems. Hiermit können Wasserversorgungsunternehmen ihr Wassernetz modernisieren und Wasserverluste vermeiden. Das Polymerventil ist neunmal leichter und erfordert 40 % weniger Installationszeit als ein Standard-Druckregelventil aus Metall.
Das NeoFlow Druckregelventil weist eine effiziente, axial zur Durchflussrichtung gestaltete Bauweise auf und verfügt über ein leichtes, korrosionsfreies Polymergehäuse. Diese Eigenschaften machen die Installation und Wartung deutlich einfacher sowie kosteneffizienter als bei bereits auf dem Markt verfügbaren Losungen. NeoFlow ermöglicht eine präzise Druckregelung, schützt Versorgungsnetze vor Überdruck und reduziert die mechanische Belastung von Komponenten. Die kompakte Bauweise des Druckregelventils ermöglicht zusätzlich eine Platzersparnis für die Installation von Messgeräten (z. B. Durchflussmesser), ohne dafür bestehende Rohrleitungen anpassen zu müssen.

„NeoFlow bietet Wasserversorgungsunternehmen einen einfachen Einstieg in ein ausgeglichenes Druckmanagement und eine automatisierte Betätigung, was in einem nachhaltigeren Verteilungsnetz resultiert“, sagt Olivier Narbey, Senior Business Development Manager für Wassernetze bei GF Piping Systems. „Da das Polymer-Druckregelventil über lediglich drei Hauptkomponenten – ohne Antriebsschaft und Membran – und ein einziges bewegliches Teil verfügt, reduziert es die Wartungskosten erheblich, erhöht die Zuverlässigkeit und macht das Leben der Betreiber und Installateure von Wassernetzen leichter.“ Zudem kann GF Piping Systems ein Installationskit konstruieren und vormontieren, das bei der Nachrüstung eines bestehenden Einsatzorts oder der Erstellung einer neuen Druckregelventilkammer bis zu 40 % der Installationskosten einspart.
NeoFlow ist mit seiner Druckmanagementtechnologie auf bestehende und zukünftige Wasserversorgungsnetze ausgerichtet und hilft diesen dabei, übermäßigen Verbrauch, vorhandene Leckagen und unnötige mechanische Belastungen zu reduzieren.

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