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Digitale Wasserhygiene: BIM und Berliner Wasserbetriebe starten Kooperation für sichere Trinkwasseranalysen

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH und die Berliner Wasserbetriebe bündeln ihre Kompetenzen: In 450 landeseigenen Gebäuden übernehmen künftig die Wasserbetriebe die gesetzlich vorgeschriebenen Trinkwasseranalysen. Der Datenaustausch läuft digital über die neue Plattform „Hygiene Monitor“ – ein wichtiger Schritt für die Smart-City-Strategie Berlins.

von | 06.03.26

Die BIM beauftragt die Berliner Wasserbetriebe mit Trinkwasseranalysen in 450 Landesimmobilien.
Quelle: AdobeStock/MATTHIAS BUEHNER
Trinkwasser Analyse

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat das Labor der Berliner Wasserbetriebe mit den gesetzlich vorgeschriebenen Trinkwasseruntersuchungen in 450 landeseigenen Liegenschaften beauftragt. Damit sollen Schulen, Ämter, Polizei- und Feuerwachen sowie weitere öffentliche Einrichtungen regelmäßig überprüft werden.

Der Datenaustausch zwischen beiden landeseigenen Unternehmen erfolgt künftig schnell und sicher über die digitale Plattform „Hygiene Monitor“, die von den Berliner Wasserbetrieben entwickelt wurde. Der zunächst auf zehn Jahre angelegte Vertrag weitet bestehende Kooperationen aus und schafft eine nachhaltige Grundlage für die Sicherung der Trinkwasserqualität im Land Berlin.

Gesetzliche Anforderungen an Immobilieneigentümer

Hintergrund der Kooperation ist die Trinkwasserverordnung, die Immobilieneigentümer rechtlich den Wasserversorgern gleichstellt. Sie sind für die letzten Meter des Rohrnetzes bis zu den Entnahmestellen verantwortlich und müssen in öffentlichen Gebäuden regelmäßig Untersuchungen durchführen – etwa jährlich auf Legionellen im Warmwasser.

Digitalisierung stärkt die Smart-City-Strategie

„Die Berliner Landesunternehmen verbessern ihre Zusammenarbeit durch Digitalisierung: Der Hygiene Monitor zeigt, wie innovative Anwendungen Prozesse vereinfachen und beschleunigen können“, sagt Martina Klement, Berliner Chief Digital Officer und Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung. „Ich freue mich, dass die Berliner Wasserbetriebe und die BIM diesen Weg fortsetzen, die erfolgreiche Lösung nun dauerhaft gemeinsam nutzen und damit zu-gleich die Smart-City-Strategie unserer Stadt sichtbar voranbringen.“

Moderne Analysetechnik für schnelle Ergebnisse

Das Labor der Berliner Wasserbetriebe arbeitet mit hochmodernen Verfahren. „Unser Labor verfügt neben der Routineanalytik für Legionellen zusätzlich u. a. über die Maldi-Tof-Technik, eine Methode zur Massenanalyse chemischer Verbindungen, mit der sich aber auch Bakterienstämme identifizieren lassen“, erläutert Dr. Gesche Grützmacher, Technik-Vorständin der Berliner Wasserbetriebe.

So lassen sich krankmachende von harmlosen Legionellenstämmen unterscheiden. Mit der molekularbiologischen PCR-Analytik können außerdem Ergebnisse zu Legionellen bereits nach einem Tag statt nach elf Tagen vorliegen.

Effizienzgewinn durch gemeinsame Standards

Auch die BIM sieht in der Digitalisierung einen entscheidenden Mehrwert:

„Mit dieser Initiative zeigen wir konkret auf, wie Landesunternehmen durch die Etablierung gemeinsamer Standards in der Praxis Mehrwert für die gesamte Stadt generieren. Das Ergebnis ist eine spürbare und nachhaltige Steigerung der Effizienz auf mehreren Ebenen: schnellere interne Prozesse, eine verbesserte Datenqualität als Grundlage für fundierte Entscheidungen und ein durchgängig höheres Niveau an Datensicherheit,“ sagte Dr. Matthias Hardinghaus, Geschäftsführer der BIM.

Die Kooperation gilt damit als Musterbeispiel für die Verknüpfung von Digitalisierung, öffentlicher Daseinsvorsorge und nachhaltigem Qualitätsmanagement im Bereich der Trinkwasserhygiene.

Was ist der Hygiene-Monitor?

Quelle: Berliner Wasserbetriebe

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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