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Bodensee-Wasserversorgung mit dritthöchster Wasserabgabe in 2020

Die Bodensee-Wasserversorgung verzeichnet für das Jahr 2020 in Folge des Klimawandels eine hohe Abgabe von Trinkwasser aus dem Bodensee. Die Bodensee-Wasserversorgung hat im Jahr 2020 insgesamt 138,2 Millionen Kubikmeter Wasser (2019: 134,3 Mio.) an ihre Verbandsmitglieder in Baden-Württemberg abgegeben. Das war die dritthöchste Wasserabgabe in der 62-jährigen Verbandsgeschichte. Der Trend der steigenden Wasserabgabe seit 2010 […]

von | 01.12.21

Die Bodensee-Wasserversorgung verzeichnet für das Jahr 2020 in Folge des Klimawandels eine hohe Abgabe von Trinkwasser aus dem Bodensee.

Die Bodensee-Wasserversorgung hat im Jahr 2020 insgesamt 138,2 Millionen Kubikmeter Wasser (2019: 134,3 Mio.) an ihre Verbandsmitglieder in Baden-Württemberg abgegeben. Das war die dritthöchste Wasserabgabe in der 62-jährigen Verbandsgeschichte. Der Trend der steigenden Wasserabgabe seit 2010 infolge des Klimawandels hält damit an. In diesem Zusammenhang begrüßt die Bodensee- Wasserversorgung die Initiative zum Masterplan Baden-Württemberg, der die Infrastruktur der Trinkwasserversorgung landkreisweise untersuchen und die Resilienz der Wasserversorgungsinfrastruktur überprüfen soll.

Mit Blick auf das Corona-Jahr 2020 sagte Roland Klenk, Verbandsvorsitzender in Vertretung und Oberbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen: „Zwar bleibt das Tagesgeschäft für einen Trinkwasserversorger relativ unberührt, aber einmal mehr zeigte sich: Wasser braucht der Mensch immer – und in Corona-Zeiten sogar noch ein bisschen mehr.“

Wasserpreis für 2022 steigt

Dank der überdurchschnittlich hohen Wasserabgabe von 138,2 Mio. Kubikmeter Trinkwasser im Jahr 2020 fiel rückwirkend die durchschnittliche Umlage, also der rechnerische Wasserpreis, mit neu 62,08 Cent/Kubikmeter günstiger aus als mit 63,7 Cent/Kubikmeter geplant. Von den überschüssigen Mitteln 2020 werden 3 Mio. Euro als Rücklagen eingestellt und 0,47 Mio. Euro an die Verbandsmitglieder zurückerstattet. Für das kommende Jahr 2022 plant der Zweckverband mit einer durchschnittlichen Umlage von 66,1 Cent pro Kubikmeter Trinkwasser. Gründe für die steigende Umlage sind u.a. gestiegene Aufwendungen für den Energiebezug sowie höhere Personalkosten.

Befragungsergebnis: Verbandsmitglieder haben Mehrmengenbedarf

Um eine Indikation für den zukünftigen Wasserbedarf zu erhalten, wurde 2020 eine Mitgliederbefragung hinsichtlich der jeweiligen Erwartungshaltung gegenüber dem Zweckverband durchgeführt. Dabei ergab sich perspektivisch bei den Verbandsmitgliedern ein Mehrmengenbedarf von 459 l/s. Das entspricht einem zusätzlichen Bedarf von 6 Prozent gegenüber den aktuell gezeichneten Beteiligungsquoten.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in das Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ für die Förder- und Aufbereitungsanlagen und in das Projekt „Lebensadern“ für den Verteilbetrieb einfließen.

Projekt Zukunftsquelle schreitet voran

Das Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ wurde 2020 weiter vorangetrieben. Alle Fachplaner konnten im Januar 2021 ihre Arbeit, wenn auch unter den erschwerten Bedingungen des erneuten Corona-Lockdowns, aufnehmen. Die Verantwortlichen der Bodensee-Wasserversorgung und die beteiligten Planungsbüros haben in den vergangenen Monaten verschiedene Möglichkeiten für den Standort des neuen Seewasserwerks im Pfaffental sowie den Verlauf der Druckleitungstrasse zum Sipplinger Berg geprüft. Aus allen Varianten haben die Experten nun die bestmögliche ausgewählt und damit die Grundlage für die weitere Planung des Projekts „Zukunftsquelle“ geschaffen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Rohrkeller "Sipplinger Berg". Quelle: Bodensee-Wasserversorgung

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