Eine aktuelle Reportage des RBB wirft einen Blick hinter die Kulissen der Berliner Wasserversorgung. Das Fazit: Ein zuverlässiges System, das jedoch zunehmend unter Druck gerät – durch Schadstoffe, sinkende Wasserstände und Nutzungskonflikte in der Region.
Unsichtbare Schadstoffe im Fokus
Im Klärwerk Schönerlinde arbeiten Mitarbeitende täglich daran, unsichtbare Belastungen aus dem Wasser zu entfernen. Vizechefin Magdalena Gierke und ihr Team entwickeln Verfahren, um künftig Medikamentenrückstände noch effektiver herausfiltern zu können. Parallel sorgt das Kanalreinigungsteam unter Vanessa Nather dafür, dass Abwasserrohre und Pumpwerke frei bleiben und das Wasser zuverlässig in die Kläranlagen gelangt.
Spree als Trinkwassergarant unter Druck
Eine zentrale Frage dominiert die Debatte: Reicht das Wasser in Zukunft noch aus? Ein großer Teil der Berliner Trinkwasserversorgung hängt an der Spree – doch der Fluss führt immer weniger Wasser. In Brandenburg und Sachsen entscheidet sich damit ein entscheidender Teil der Versorgungssicherheit für die Hauptstadt.
Besonders in der Lausitz zeigt sich der Stressfaktor Wasser deutlich: sinkende Pegel, trockene Landschaften und konkurrierende Nutzungsansprüche zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Industrie. Hinzu kommen Altlasten des Bergbaus: Sulfate gelangen über die Spree ins Berliner Trinkwasser und verschärfen die Herausforderungen für die Aufbereitung.
Hintergrund
Die RBB-Reportage ist seit gestern auf YouTube verfügbar und beleuchtet die technischen, ökologischen und gesellschaftlichen Dimensionen der Berliner Wasserversorgung. Sie dokumentiert, wie eng die Hauptstadt mit dem Wasserhaushalt der umliegenden Regionen verflochten ist und wie dringlich resiliente Lösungen werden.
Film von Stefanie Stoye, Erstsendung: 22.09.2026 (rbb), Bild: rbb











