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Automatisierung von Düngung und Desinfektion im Blumenzwiebelanbau

In den Niederlanden hat der Anbau von Blumenzwiebeln in den letzten 35 Jahren um fast 75 % zugenommen. Nord-Holland ist immer noch führend im Blumenzwiebelanbau, aber auch in den Provinzen Drenthe, Flevoland und Overijssel wächst der Anbau erheblich. Die Tulpe bleibt mit einem Anteil von fast 50 % die am meisten gezüchtete Pflanze. Die Firma […]

von | 11.05.22

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In den Niederlanden hat der Anbau von Blumenzwiebeln in den letzten 35 Jahren um fast 75 % zugenommen. Nord-Holland ist immer noch führend im Blumenzwiebelanbau, aber auch in den Provinzen Drenthe, Flevoland und Overijssel wächst der Anbau erheblich. Die Tulpe bleibt mit einem Anteil von fast 50 % die am meisten gezüchtete Pflanze.

Die Firma KaRo aus dem niederländischen Zwaagdijk liefert moderne Elektro- und Wassertechnik sowohl für den Gewächshausgartenbau als auch für Freilandkulturen, wie Obst- und Pflanzenbaubetriebe. Von einer Blumenzwiebelgärtnerei wurde das nordholländische Unternehmen beauftragt, eine Lösung für die Regulierung der Düngemittel und die Desinfektion des Prozesswassers zu liefern. Schließlich befinden sich Tulpenzwiebeln während ihres Wachstums im Wasser, das regelmäßig erneuert werden muss.

Für das gute Gedeihen von Blumenzwiebeln müssen im Wasser ganz bestimmte Bedingungen herrschen. Um diese zu gewährleisten, sind die korrekte Messung und Kontrolle verschiedener Parameter unerlässlich. Zum Beispiel ist es für die richtige Düngung essentiell, Leitfähigkeit und pH-Wert genau zu steuern. Außerdem wurde für Erzeuger im Gartenbau eine Richtlinie zur Desinfektion von Prozesswasser festgelegt. Richtlinien für die Einleitung von Prozesswasser haben das Ziel, Emissionen in Oberflächengewässern, Abwasserkanälen und im Grundwasser zu vermeiden und eine Kontamination zu verhindern. Sie sind deshalb unbedingt einzuhalten.

Weitere Anforderungen waren die Füllstandüberwachung der Puffertanks sowie die digitale Anbindung der Mess- und Regeltechnik. Denn sowohl die Gärtnerei als auch KaRo wünschten einen Remote-Einblick in den Prozessablauf.

Düngung und Desinfektion digitalisiert

Um diese Aufgabe zu meistern, hat sich KaRo auf die Suche nach einer umfassenden Lösung begeben und in JUMO den perfekten Partner gefunden: Es zeigte sich schnell, dass das Mehrkanalmessgerat JUMO AQUIS touch S mit seinen zahlreichen Eingängen, Steuerfunktionen und digitalen Schnittstellen die optimale Lösung für die Anwendung ist.
Zur Messung von Redox- und pH-Wert, Chlor und Leitfähigkeit lieferte JUMO die verschiedenen Elektroden sowie einen Füllstandsensor für die Überwachung des Pufferspeichers.

Das Mehrkanalmessgerät für die Flüssigkeitsanalyse JUMO AQUIS touch S

Ein Gerät für alle Fälle

Gemeinsam mit dem Züchter wurden vor Ort die relevanten Werte ermittelt und im JUMO AQUIS touch S verarbeitet. Die angeschlossenen Sensoren messen die jeweiligen Größen im Prozesswasser und der JUMO AQUIS touch S regelt vollautomatisch die richtige Dosierung von Desinfektion und Düngung. Zusätzlich wird der Füllstand im Pufferspeicher überwacht.

An den JUMO AQUIS touch S können bis zu vier Analysenparameter direkt und weitere über Normsignale angeschlossen werden. Insgesamt kann das Gerät bis zu zehn Parameter gleichzeitig messen und verwalten. Für die Durchflussmessung stehen Frequenzeingänge (Zähler) zur Verfügung. Die Messwerte können zur Weiterverarbeitung in Steuerungen/SPS auch in Normsignale 0/4…20 mA bzw. 0/2…10 V gewandelt und als solche ausgegeben werden.

Als Schaltausgänge stehen Einfach- und Doppelrelaiskarten sowie verschleißfreie Halbleiterschalter und PhotoMOS-Relais zur Verfügung. Bis zu 17 Schaltausgänge können maximal bestückt werden. Darüber hinaus können bis zu vier selbstständige Regelkreise definiert werden. Ein 5,5″-Farbbildschirm mit Touchscreen-Funktion ist sowohl für die Anzeige aller Parameter als auch für die Bedienung und Einstellung des Gerätes zuständig.

Als weitere Besonderheit ist im JUMO AQUIS touch ist ein echter Bildschirmschreiber mit manipulationssicherem Datenprotokoll integriert. Dies spart Installationsaufwand und verringert Messfehler. Über eine Auswertesoftware können die Datenblöcke unterschiedlicher Aufzeichnungszeiträume zusammengefasst, aufbereitet und grafisch aufgearbeitet werden. Eine Manipulation am Datenpool würde hier auffallen.

Volle Kontrolle von nah und fern

Mit dem JUMO AQUIS touch S verfügt die Blumenzwiebelgärtnerei über eine zentrale Plattform zur Anzeige und Steuerung der Wasserqualität mit einer übersichtlichen Darstellung der gesamten Wasseraufbereitung im Blumenzwiebelgarten. Für die Remote-Verbindung wurde ein IXON-Router am JUMO AQUIS touch S angeschlossen. Denn über eine optionale ETHERNET-Schnittstelle kann das Gerät problemlos in ein LAN oder WLAN eingebunden werden. Über einen Internet-Browser können die aktuellen Messwerte und Kalibrierlogbücher von jedem beliebigen Rechner weltweit überwacht werden. So kann das Prozesswasser jederzeit und überall per PC, Tablet oder Smartphone kontrolliert werden.

Autor: Michael Brosig, JUMO GmbH & Co. KG, Fulda, michael.brosig@jumo.net, www.jumo.net

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Blick in ein Tulpenzwiebel-Gewächshaus

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