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1. Jahresbilanz für das Wasserwerk Echthausen

Die Wasserwerke Westfalen (WWW) führte im September 2022 ein komplett neues Energiemanagement im Wasserwerk Echthausen ein. Nach dem ersten Jahr wird Bilanz gezogen.

von | 22.01.24

Das erste Jahr mit dem neuen Energiemanagement der Wasserwerke Echthausen verlief gut.
Wasserwerk Echthausen

22. Januar 2024 ǀ Die Wasserwerke Westfalen (WWW) führte im September 2022 ein komplett neues Energiemanagement im Wasserwerk Echthausen ein. Nach dem ersten Jahr wird Bilanz gezogen.

„Durch den energieoptimierten Flex-Betrieb im Wasserwerk Echthausen sind die wirtschaftlichen und ökologischen Erwartungen voll erfüllt worden“, zieht Geschäftsführer Bernd Heinz das erfolgreiche Fazit aus dem ersten vollen Kalenderjahr 2023.

Mit der KI-basierten Optimierungssoftware AsWa, einem deutlich gestiegenen Anteil an selbsterzeugtem Strom durch neue PV-Anlagen sowie der starken Produktion grünen Stroms durch Wasserkraft stand im Werk Echthausen mehr Ökostrom zur Verfügung als für die Trinkwasserproduktion erforderlich war – und dies bei gleichzeitiger Kostensenkung. Die flexiblere Werksfahrweise gekoppelt an das Dargebot der für den Eigenbedarf gewonnenen Erneuerbaren prägte diese Erfolgsbilanz.

Energiemix deckt Eigenverbrauch

Im Detail: Vom Gesamtstrombedarf von rund 8,9 Mio. kWh wurden 1,1 Mio. kWh durch die neuen PV- Dach- und Freiflächenanlagen auf dem Werksgelände gewonnen. Eine starke Wasserführung der Ruhr verhalf zu einer Stromproduktion durch Wasserkraft von 8,7 Mio. kWh. Hinzu kam der Zukauf von 0,8 Mio. kWh Windstrom aus dem ersten Jahr PPA (Power Purchase Agreement) von einer Dortmunder Windkraftanlage. Dies ergab für den Standort Echthausen einen nachhaltigen Strommix, der im gesamten Jahresverlauf gut zum Eigenverbrauch passte. Teilweise kam es sogar zu Überschussmengen, die über den Strombilanzkreis an die anderen WWW-Werke geliefert werden konnten.

In 2023 wurden rund 20 Mio. m³ Trinkwasser ausschließlich und nachhaltig mit regenerativem Strom produziert. Die flexiblere Trinkwasserproduktion hatte keinerlei negativen Einfluss auf Trinkwasserqualität und Versorgungssicherheit, wie die kontinuierlichen Laboruntersuchungen bestätigten.

„Auch wenn ein so niederschlagsreiches Jahr wie 2023 eine Ausnahme ist, wird dieser Energiemix aus Erneuerbaren inklusive der neuen energieeffizienteren Steuerung der Trinkwasserproduktion in den Werken für Wasserwerke Westfalen der Weg in die Zukunft und zur CO2-Neutralität sein“, so Bernd Heinz abschließend zur neuen Strategie.

Ausblick: Nach dem bereits im November 2023 mit AsWa optimierten Wasserwerk Halingen wird in der zweiten Jahreshälfte 2024 ein drittes Wasserwerk auf den flexib-leren Betrieb umgestellt. Auch weitere Optimierungen zum Werkseinsatz sollen 2024 in AsWa erfolgen sowie ein zweiter Wind-PPA auf den Weg gebracht werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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